Auf Reisen lernt man immer auch ein paar Wörter der jeweiligen Landessprache (Hallo, Danke, Bier ;-)…). Vieles vergisst man zwar wieder, einige Wörter bleiben aber doch hängen.

Sprachen haben mich immer fasziniert und ich hatte immer (ok, meistens) Freude am Erlernen von neuen Vokabeln und Ausdrucksformen. Zunächst startete ich, wie fast alle Schüler in Österreich, mit Englisch. Nach 2 Jahren (mit ca. 12 Jahren) kam dann Französisch dazu, wobei diese zweite Fremdsprache eher spielerisch vermittelt wurde und hauptsächlich Vokabeln vermittelt wurden – die exakte Grammatik und diverse Vergangenheitsformen durften wir ignorieren.

Nach dem Schulwechsel wechselte ich auch die 2. Fremdsprache: statt französisch stand nun spanisch am Programm… wobei in unserer Schule nach 2 Jahren auch noch eine 3. Fremdsprache gelehrt wurde – hier entschied ich mich wieder für französisch. Ich hatte also bereits einige Erfahrung mit dem Erlernen einer neuen Sprache und so kam es, dass ich mich während dem Studium für das Wahlfach „Russisch“ anmeldete. Gründe dafür gab es mehrere:

  • Spanisch: hier gab es nur Kurse für Anfänger und leicht Fortgeschrittene – beiden war ich nach fünf Jahren Unterricht eigentlich „überlegen“
  • Französisch: die Sprache (und das Land) hat mich nie so wirklich gefesselt
  • ich will was neues – anderes lernen

So setzte ich mich also, mit Null Vorkenntnissen in den „Anfänger-Kurs-Russisch“.

Ich hatte ein Deja-vú: mir war als wäre ich wieder 6 Jahre alt und verbringe die erste Woche in der Schule. Wir starteten mit einfachen Schreibübungen: jeder Buchstabe wurde eine ganze Zeile lang wiederholt und aufgeschrieben. So ging es über die ersten Einheiten, bis wir mit dem Alphabet durchwaren.

russisch

Nach und nach lernten wir auch die ersten Vokabeln. Erste Texte konnten wir lesen und mussten diese auch laut vorlesen – wieder: Flashback in die 1. Klasse…

Damit endete auch schon unser erstes Semester: wir konnten die Buchstaben schreiben, einfache Sätze sagen und lesen (auch wenn wir kaum etwas verstanden).

Ich wagte mich an ein 2. Semester – nun sollten wir neben neben weiteren Vokabeln natürlich auch Grundzüge der Grammatik kennenlernen. An diesem Punkt habe ich dann leider die Motivation und den Anschluss verloren (bzw. löste sich allgemein unsere Gruppe langsam auf): einerseits war es eben doch nur ein freiwilliges Wahlfach, das man (wenn andere dringedere Dinge anstanden) als erstes beiseite lag und andererseits war man eben keine 10 mehr. Es hat sich bewahrheitete: Sprachen lernt man am besten und einfachsten als Kind. Ich habe dann zwar den zweiten Kurs noch (positiv) abgeschlossen – für einen weiteren konnte ich mich jedoch nicht mehr motivieren.

Mittlerweile sind meine beiden Russisch-Kurse wieder einige Jahre her – 99 % des gelernten sind wieder vergessen. Wenn ich irgendwo etwas in kyrillischem Alphabet geschrieben sehen versuche ich zwar immer noch es zu lesen – scheitere aber an den meisten Buchstaben.Vielleicht steht in den nächsten Jahren eine Russland-Reise am Programm, die mich wieder motiviert meine alten Unterlagen hervorzukramen und mich wieder in die Sprache und Ihre Zeichen einzudenken… aktuell versuche ich zumindest mein Englisch und Spanisch (durch fremdsprachiges Fernsehen) zu behalten, was im täglichen Alltagsstress oft schwierig genug ist.

Welche (Fremd)sprachen sprecht ihr? Welche Sprachen interessieren euch?

 

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