…definitiv beides!

Die Fälle sind auf jeden Fall sehenswert, insbesondere die kanadischen „Horseshoe-Falls“. Die Wassermassen sind auf jeden Fall beeindruckend. Das rundherum, insbesondere die Stadt auf der kanadischen Seite, allerdings weniger.

Wir kamen gegen 17:00 Uhr an der Grenze Amerika/Kanada an und mussten dort ca. 2 Stunden auf die Einreise warten, da einige Busse gerade vor uns ankamen. Einmal drinnen im Grenzwartehäuschen ging es dann aber sehr schnell und ohne längere Befragung. Danach bezogen wir unser Hotel – das Best Western Cairn Croft. Nach der langen Zeit im Bus entschieden wir uns ab Abend noch einen Spaziergang zu den Fällen zu machen (dauerte von unserem Hotel aus ca. 30 Minuten) – einerseits um ums die Füße zu vertreten und andererseits wollten wir uns beleuchteten bei Nacht nicht entgehen lassen. Der Gang durch die Stadt begeisterte uns allerdings wenig… Ein Spielcasino, Karussell, Geisterbahn etc. reihte sich an das nächste. Es war wahnsinnig laut und voll. Eine Hochzeitsreise in dieser Stadt kann ich mir definitiv nicht vorstellen!

Endlich bei den beleuchteten Fällen angekommen wurden wir dann doch entschädigt. Manche finden die, in verschiedenen Farben beleuchteten Fälle kitschig – uns haben sie jedoch sehr gut gefallen und führten zu einem versöhnlichen Tagesausklang.

Am nächsten Morgen hatten wir eine Tour mit den Nornblower Nigara Cruises gebucht. Wir fuhren mit einem der ersten Boote am Morgen (gegen 9:30 Uhr) und zu dieser Zeit gab es noch ausreichend Platz auf den Booten und noch keine Warteschlangen beim Einstieg.
Die Tour führte uns zunächst zu den Fällen auf der amerikanischen Seite und danach ging es weiter zu den kanadischen Fällen – spätestens dort packten wir aber die Kameras und Handys in Sicherheit vor den Wassermassen und der Gischt. Das Boot blieb einige Minuten etwas abseits von den Fällen stehen, bevor wir wieder zur Anlegestelle fuhren. Insgesamt dauerte die Tour zwar nur rund 15 Minuten – hat aber für uns auch ausgereicht, da wie oben erwähnt, direkt bei den Fällen die Sicht sehr eingeschränkt ist. Es war aber auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Durch die zuvor ausgeteilten Regenponchos waren wir nach der Tour auch nicht (wie vielleicht von manchen befürchtet) durchnässt.

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Blick vom Boot auf die amerikanischen Fälle
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Unser Boot – und im Hintergrund die kanadischen Fälle

 

Zum Abschluss unseres Ausfluges zu den Niagarafällen hatten wir noch ein Mittagessen im Skylon-Tower gebucht. Dieser befindet sich direkt an der Promenade neben den Fällen und ist 192 m hoch. Oben befindet sich ein sich drehendes Restaurant und eine Aussichtsplattform. Das Essen war gut, obwohl das Restaurant sehr an Massenabfertigungen in Kantinen erinnert. Wir hatten uns für Salat, Rindersteak (hier darf aber nicht das feinste Filet Mignon erwartet werden…) Brokkoli, Kartoffel und Dessert (Schokomousse) entschieden.

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Blick vom Skylon-Tower Restaurant auf die kanadischen Fälle

 

Fazit: Die Niagarafälle sind definitiv einen Ausflug wert, wenn ihr euch in dieser Gegend aufhält. Das Rundherum solltet ihr aber so gut wie möglich ausblenden versuchen und euch rein auf die Schönheit der Fälle konzentrieren (was auch ziemlich gut klappt).

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